Was ist eine Norm?

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Jedes Mal, wenn sich Herr Bayer mit der Anschaffung seines Balkonkraftwerks beschäftigt, stolpert er über den Begriff Normen. Aber was ist das überhaupt und warum machen alle so einen Wind darum?


Eine Norm kann vieles sein

„Beim Essen schmatzt man nicht!“ – Das ist eine gesellschaftliche Norm, also etwas, worauf man sich in etwa geeinigt hat.

„Man kann Frisör oder Friseur schreiben.“ – Das ist eine sprachliche Norm. Wieder eine Einigung und irgendwie hat es sich so entwickelt. 1web.de

„Man tritt nicht auf jemanden, der schon auf dem Boden liegt!“ – Das wäre eine moralische Norm. Nicht wörtlich nehmen! Es heißt: man demütigt niemanden, dem es sowieso schon schlecht geht.

Alle diese Normen haben eins gemeinsam: Wenn du sie nicht befolgst, passiert nicht viel; außer vielleicht, dass jemand auf dich sauer ist.

Aber jetzt wird es haarig:


Was ist eine Rechtsnorm?

Das ist so eine „Wenn … dann“-Sache, die in Gesetzestexten vorkommt, mit denen sich Anwälte rumschlagen müssen. Meistens klingt das dann so: „Wenn einer Person Schaden zugefügt wird, dann muss … erfolgen!“

Der Gesetzgeber schreibt also auf, was bei einer verallgemeinerten Sache die Rechtsfolge ist.

Okay. Das brauchen wir nicht. Wenden wir uns lieber den Normen zu, mit denen Herr Bayer im Zusammenhang mit seinem Balkonkraftwerk zu tun hat.


Technische Normen

Juristen haben diese Normen „Technische Normen“ genannt, damit sie den Normensalat besser auseinanderhalten können.

Bei den technischen Normen geht es um die Vereinheitlichung von Produktion und um den adäquaten Umgang mit Produkten.

Du siehst: das Wort Norm wird viel gebraucht. Manchmal hat die Nichtbefolgung Auswirkungen und manchmal nicht. Kommt drauf an, in welchem Zusammenhang das Wort benützt wird.