4. PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern

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Die Diskussionen über den fortschreitenden Klimawandel und die gleichzeitig stark ansteigenden Energiepreise zeigen Wirkung unter den Eigenheimbesitzer*innen. Jede*r Dritte plant bereits in den kommenden drei Jahren die Installation einer Solaranlage. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) meldet: schon heute sind rund 4,5 Millionen Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung auf deutschen Dächern in Betrieb.[1] 

PV-Dachanlagen auf Einfamilien- und Reihenhäusern rechnen sich durch die erzielte Stromkostenersparnis innerhalb von acht bis zwölf Jahren. – Für Eigentümer und Mieter!

Hast du ein Haus gemietet?

Das sollte dich nicht von Solarenergie abhalten. Sprich doch den Eigentümer deswegen an.

Wie auch immer du es machst, wenn du dich mit deine*r Vermieter*in einigst, profitierst du in jedem Fall von sauberem und günstigem Strom. – Warum also nicht mal freundlich anfragen, ob Interesse besteht? – Und wenn es um die Ästhetik geht: es gibt viele optisch ansprechende Varianten und Möglichkeiten.

Voraussetzungen für eine PV-Dachanlage:

  • Dachfläche: sollte geeignet sein, möglichst ohne Gauben und Winkel.
  • Verschattung: gewählte Flächen sollten nicht durch Nachbargebäude oder Bäume verschattet sein.
  • Ausrichtung: nach Süden, Süd-West oder Süd-Ost oder West-Ost.
  • Ertragsabschätzung: dafür empfehlen wir diesen Ertragsrechner: https://muenchen.solar2030.de/initiativen/

Wirtschaftlichkeit von PV-Dachanlagen auf Einfamilien- und Reihenhäusern:[2]

  • Typische Größe und Leistung von privaten Dachanlagen: ca. 3 – 25 kWp, 1 kWp entspricht 5 qm Dachfläche.
  • Investitionskosten: derzeit ist in München mit Investitionskosten ab ca. 1400,- Euro pro kWp Leistung zu rechnen.
  • Empfehlung: macht die Dächer voll! Größere Anlagen sind meist wirtschaftlicher.
  • Durchschnittlicher Jahresertrag: 1 kWp Leistung ergeben 1000 kWh
  • Überschüsse werden ins Netz eingespeist und nach EEG vergütet. Inbetriebnahme 2022: ca. 6 Cent pro eingespeister kWh. 1Ständig aktualisierte Informationen zu Fördersätzen für Solaranlagen findest du unter diesem Link an 8. Stelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/ErneuerbareEnergien/ZahlenDatenInformationen/EEG_Registerdaten/start.html
  • Bisher war die EEG-Vergütung eher gering: Deshalb war die Verringerung des Netzstrombezugs durch die Selbstversorgung mit Sonnenstrom (der Autarkiegrad) entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Die Vergütung der ins Netz eingespeisten Überschüsse kann bei einem hohen Autarkiegrad ebenfalls einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit leisten.
  • Amortisiert sich: nach 15 (bei etwas größeren Anlagen) bis 17 Jahren (bei kleineren Anlagen, gerechnet mit einem Strompreis von 32 Cent/kWh), bei steigenden Strompreisen entsprechend schneller.

Die ersten Schritte zur eigenen PV-Anlage:

  • Kostenlose Erstberatung, z.B. beim Bauzentrum der Stadt München.[3]
  • Wichtiger Schritt /Empfehlung: Erstellung eines Energiegutachten oder einen individuellen Sanierungsfahrplans. Dafür gibt es Förderungen!

Quellen und weitere Informationen:


[1] https://www.unendlich-viel-energie.de/erneuerbare-energie/sonne/solarthermie/jeder-dritte-eigenheimbesitzerin-plant-bis-2024-eine-solaranlage

[2] Beispielzahlen nach Finanztipp Video: Photovoltaik 2022 durchgerechnet: Das ändert alles!

[3] https://stadt.muenchen.de/infos/bauzentrum-beratung-kostenfrei.html,